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Siebdruck / Schablonendruck
Hier muss für jede Farbe ein Sieb angefertigt werden, was
vergleichsweise
hohe Fixkosten verursacht. Es kann prinzipiell mit
jeder Farbe gedruckt werden; zur Verringerung der Anzahl von Farben
lassen sich Farbabstufungen auch durch Rasterung erzeugen. So können
dann auch fotoartige Druckvorlagen mit Farbverläufen im Siebdruck
realisiert werden. Hierzu werden die Grundfarben
Cyan, Magenta,
Yellow und Black (CMYK) in Form von nichtdeckenden (lasierende)
Textilfarben verwendet, die übereinander gedruckt werden. Dafür muss
das Druckmotiv vorher farbsepariert werden, also in die vier
Grundfarben zerlegt werden.
Üblicherweise kann im Siebdruckverfahren - im Unterschied etwa zum
Offsetdruck - aufgrund der groben Oberfläche von Textilien kein
feiner Raster gedruckt werden. Zudem wir durch die Verwendung von
lasierenden Farben ein Druck von solchen sogenannten 4c
Halbtonraster-Vorlagen auf dunklen Textilien unmöglich. Um dunkle
Textilien mit solchen bunten fotoartigen Vorlagen bedrucken zu
können, muss derzeit noch auf ein Transferdruckverfahren ausgewichen
werden.
Wesentliches Merkmal des Siebdruckverfahrens im Textildruck: Der
Stoff wird direkt mit der Farbe / Farbpaste bedruckt. Je nach Art
der Textilfarbe schwankt die Deckkraft der Farben und der Warengriff
des fertigen Druckes. Bei Pigmentdruck ist die Farbdeckung hoch,
jedoch ist der Warengriff hart. Eine zusätzliche Erhöhung der
Deckkraft kann man bei Pigmentdruck dadurch erzielen, wenn man z.B.
bei dunklen Stoffen zuerst in weiß und anschließend in der
gewünschten Farbe druckt, dieses ist durch den zusätzlichen
Arbeitsschritt unwirtschaftlich, da man einfacher die Druckpaste in
ihrer Zusammensetzung erhöhen kann. Für große Stückzahlen ist dieses
Druckverfahren am billigsten. Zudem ist der Druck, je nach
verwendeter Textilfarbe (Pigment-, Säure- Reaktiv- Küpen-
Direktfarbstoffe) am beständigsten. Nur bei Pigment ist keine
Nachbehandlung erforderlich, sonst schwankt diese von einfach
waschen bishin zum waschen mit divers. Chemikalien. |